8. Mai 2018 Diskussion/Vortrag Wie weiter mit Europa?

Ökonomische Gestaltung und politische Teilhabe in Richtung soziales Europa

Information

Veranstaltungsort

Audimax, FH KIEL
SOKRATESPLATZ 3
24149 Kiel

Zeit

08.05.2018, 10:30 - 17:00 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe

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Im Rahmen der 18. Interdisziplinären Wochen (IDW) der Fachhochschule Kiel

mit:
Ulrike Herrmann (TAZ)
Karl-Martin Hentschel (Mehr Demokratie e.V.)
Andreas Meyer (attac)

Programm:

10:30 - 11:00: Begrüßung durch Prof. Dr. Roswitha Pioch


11:00 - 13:00: Die Wirtschafts- und Finanzkrise der EU – was wir von Smith, Marx und Keynes lernen können
Urike Herrmann, Wirtschaftsjournalistin, Buchautorin und Korrespondentin der „taz“, beschäftigt sich in ihrem Vortrag mit den Unzulänglichkeiten der vorherrschenden ökonomischen Lehre, von der Frau Herrmann aufzeigt, dass diese zu den Problemen unserer Zeit rund um Finanzkrisen und Ungleichheit wenig zu sagen weiß. Stattdessen würden mathematische Modelle produziert, die mit realen wirtschaftlichen Prozessen häufig nichts zu tun haben. Die Autorin weitet daher den Blick über den bestehenden Tellerrand hinaus und geht in Anlehnung an ihr neuestes Buch der Frage nach, was wir von den im ökonomischen Mainstream vergessenen Klassikern Smith, Marx und Keynes für die drängenden Probleme unserer Zeit lernen können.


14:00 - 15:30: Wege zu mehr Gerechtigkeit in Europa. Steuerverantwortung und -vermeidung der Konzerne
Karl-Martin Hentschel, freier Autor, Mitglied im Netzwerk Steuergerechtigkeit und in der attac-AG Finanzmärkte & Steuern sowie im Bundesvorstand von Mehr Demokratie e.V., wird in seinem Vortrag auf die umfassenden Methoden der Steuervermeidung durch internationale Konzerne eingehen, die unter Begriffen wie „Panama Papers“ oder „Lux Leaks“ in regelmäßigen Abständen die Schlagzeilen bestimmen. Der Vortrag wird dabei auch auf die bisher problematische Rolle der EU eingehen, jedoch ebenso aufzeigen, wie der europäische Rahmen zugleich zum Hoffnungsträger für ein gerechteres Steuersystem werden könnte. Abschließend wird der Referent den Blick weiten und mit einem Appell zu einer neuen EU-Verfassung versuchen, einen Lösungsvorschlag für zahlreiche Herausforderungen unserer Zeit zu unternehmen.

15:30 - 17:00: Möglichkeiten politischer Einmischung lokal und in Europa (Workshop für Interessierte/Studierende)
Andreas Meyer von der örtlichen Gruppe des globalisierungskritischen Netzwerks attac wird hier der Frage nachgehen, wie sich politische Teilhabe durch zivilgesellschaftliches Engagement erreichen lässt. Hierbei wird er auch auf die Kreativität der Teilnehmenden setzen, indem er gemeinsam mit diesen Maßnahmen erarbeiten wird, mit denen die Öffentlichkeit auf Probleme aufmerksam gemacht und Politik zum Handeln bewegt werden soll.

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