22. Mai 2017 Diskussion/Vortrag Zeit des Schreckens

Ausstellung mit Begleitprogramm

Information

Veranstaltungsort

Legienhof
Legienstraße 22
24105 Kiel

Zeit

22.05.2017, 10:00 - 08.06.2017, 20:00 Uhr

Themenbereiche

Geschichte, International / Transnational

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Vom 22. Mai bis zum 8. Juni zeigen wir gemeinsam mit dem Griechenland Solikomitee Kiel die Ausstellung Zeit des Schreckens über die Invasion der deutschen Wehrmacht von Kreta im April 1941 im Emma Sorgenfrei Foyer des Kieler Gewerkschaftshauses in der Legienstr. 22

Für die Bevölkerung begann mit der Deutschen Besetzung eine über vier Jahre andauernde Zeit des Schreckens. Aus Rache für die unerwartet hohen Verluste bei der Landung und um die Bevölkerung zur Duldung der Besetzung, der ungeheuren wirtschaftlichen Ausplünderung sowie zur Arbeit für die deutschen zu zwingen, errichtete die Wehrmacht ein grausames Okkupationsregime.

Begleitende Veranstaltungen der Ausstellung.

24. Mai 2017, 19 Uhr. Einführungsveranstaltung mit Dr. Martin Seckendorf in den Ausstellungsräumen.

7. Juni, 20 Uhr, Hansa48
Film „Andartis – Partisan des Friedens
Von 1986 bis 1988 entwickelte Karina Raeck die Idee für eine Landschaftsskulptur, einem Monument für den Frieden, welches dem Widerstandskampf der Kreter gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg gewidmet sein sollte. Von 1989 bis 1991 schuf die Landschaftskünstlerin, in Zusammenarbeit mit den Bewohnern des Dorfes Anogia und insbesondere mit den Schäfern der kretischen Nida-Hochebene, den „Andartis“.
In den zwei Jahren wurden ca. 5.000 Natursteine für das 32 Meter lange sowie 9 Meter breite Kunstwerk, den „Partisan des Friedens“, das Abbild eines beflügelten Partisan zusammen-getragen. Viele der verwendeten Felsen waren während des Krieges auf der Nida-Hochebene verteilt worden, um das Landen deutscher Flugzeuge zu verhindern. 1990 wurde zu „Andartis“ ein Dokumentarfilm von Klaus Salge, Berlin und Sakis Maniatis, Athen im Auftrag des SFB gedreht. Am 23. Juni 1991 wurde der „Andartis“ auf der Nida-Hochebene an der Nordseite des Psiloritis eingeweiht.

Am 15 Juni 2017 um 19:30 Uhr haben wir Karl Heinz Roth in die Pumpe Haßstr. 22 (Galerie) eingeladen. Karl Heinz Roth wird in dieser Veranstaltung sein neuestes Buch vorstellen:
Reparationsschuld Karl Heinz Roth, Hartmut Rübner
Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa
Erschienen im Metropol Verlag
Die Reparationsfrage ist nach wie vor ein brisantes und umstrittenes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Während die großen Siegermächte in den ersten Nachkriegsjahren umfangreich entschädigt wurden, gingen die kleineren Länder Europas und zahlreiche Opfergruppen weitgehend leer aus. Zu ihnen gehörte auch Griechenland, das bis auf den heutigen Tag Entschädigungen für die Opfer der Massaker und die Ausplünderung seiner Volkswirtschaft einfordert. Einer umfassenden, alle ehemals besetzten Länder und alle Opfergruppen einschließenden Kriegsentschädigung hat sich die deutsche Machtelite bis heute verweigert.
Weitere Infos: www.griechenlandsolikiel.de
Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei, wir sammeln Spenden für das Soliprojekt „To Mirmigi“.

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